Menü

Immunologische Therapie

Chronische (stille) Entzündungen – Epstein-Barr – Allergie - Autoimmunerkrankung – Infektanfälligkeit

Stille Entzündungen, sog. silent inflammation

Akute Entzündungen sind biologisch sinnvoll. Der Körper leitet eine Abwehrreaktion des Immunsystems ein. Eine Erkältung ist zum Beispiel eine akute Entzündung, mit Symptomen wie schmerzendem Hals und laufender Nase.

Die stillen, chronischen Entzündungen jedoch breiten sich unbemerkt im Körper aus. Auch die Entzündungsmarker im Labor sind meistens nur geringfügig erhöht. Das Immunsystem aber ist in permanenter Alarmbereitschaft. Es werden ständig entzündungsfördernde Botenstoffe ausgeschüttet, die Zellen, Gewebe und Blutgefäße über Jahre schädigen können.

Erst wenn die Regulationsfähigkeit des Körpers nicht mehr gegeben ist, kommt es zu Krankheitsbildern wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes Typ 2, Depressionen, Autoimmunerkrankungen oder Wundheilungsstörungen.

Was löst eine stille Entzündung aus? 

Begünstigend sind eine genetische Prädisposition und in einem hohen Maße Lebensstilfaktoren wie Bewegungsarmut, Übergewicht, Fehlernährung in Form von entzündungsfördernder Ernährung, Alkohol und Nikotin. Außerdem Vitalstoffmängel, chronischer Stress, Umweltgifte, Schwermetalle, psycho-soziale Belastungen, nicht ausgeheilte Infektbelastungen und Darmschleimhautentzündungen.

 

Epstein-Barr

Das Epstein-Barr-Virus (EBV) gehört zur Familie der Humanen Herpesviren. In der Regel verläuft die Infektion im Kindesalter symptomlos. Bei Jugendlichen oder Erwachsenen kann es durch das Virus zum Ausbruch des Pfeiffer-Drüsenfiebers, auch Mononukleose genannt, kommen. Es wird von Symptomen wie starke Lymphknotenschwellung, Halsschmerzen, oder Fieberschüben begleitet.

Sowohl nach einer asymptomatischen als auch nach einer symptomatischen Infektion persistiert das Virus lebenslang im Körper. Herpesviren verfügen über die Eigenschaft, sich nach der Erstinfektion in eine Art „Schlafzustand“ zu versetzen, damit das Immunsystem das Virus nicht erkennt. Mehr als 90 Prozent der Bevölkerung tragen das Virus in sich. 

Besteht eine Schwächung des Immunsystems kann das Virus, wie alle Herpesviren, reaktiviert werden. Das Virus vermehrt sich unkontrolliert und kann Symptome wie Gliederschmerzen, Schwäche, Müdigkeit oder Kopfschmerzen auslösen.

Eine immunologische Therapie kann dazu beitragen, dass sich das Virus nicht weiter im Körper ausbreitet und die Zellen des Immunsystems unterstützen, die infizierten Zellen abzutöten. Wird ein reaktivierter EBV nicht behandelt, besteht die Möglichkeit der Entwicklung von Autoimmunerkrankungen, die Müdigkeit kann zu einer chronischen Müdigkeit werden. Außerdem kann EBV, wie das Hepatitis-B-Virus (HBV), das Hepatitis-C-Virus (HCV) und das humane Papillomvirus (HPV) zur Entstehung von verschiedenen Krebserkrankungen beitragen.

 

Allergien

Allergien können vererbt und/oder erworben sein. Allergien zeichnen sich durch eine Regulationsstörung der Immunantwort aus, immer dann wenn die Umwelteinflüsse stärker und die inneren Barrieren schwächer werden. Das Immunsystem reagiert dann auf bestimmte Stoffe mit Entzündungen und Antikörperbildung, obwohl diese Stoffe für den Körper eigentlich harmlos sind.

Die Erscheinungsformen der Allergien sind vielfältig. Sie reichen vom klassischen Heuschnupfen, über unklare Allgemein-Symptome bei Abwehrreaktionen gegen Nahrungsmittel bis zu allergischem Asthma.

Basis der naturheilkundlichen Allergiebehandlung bilden die Sanierung des Darmes sowie die Milieustabilisierung. Dabei kann auch die Eigenblut-Therapie zum Einsatz kommen.

 

Nahrungsmittelunverträglichkeiten und -allergien

Die allergisch entzündlichen Reaktionen treten bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten mit einer zeitlichen Verzögerung auf. Damit Sie wissen auf welche Lebensmittel Sie zeitweise verzichten sollten, kann ein Labortest durchgeführt werden, der immunologisch auffällige Nahrungsmittel bestimmt.

 

Autoimmunerkrankungen

Bei Autoimmunerkrankungen geht die Fehlsteuerung des Immunsystems noch einen Schritt weiter als bei einer Allergie. Das Immunsystem greift körpereigene Zellen an, die fälschlicherweise als „feindlich“ identifiziert werden.

Autoimmunerkrankungen können jedes Organ betreffen:

Colitis ulcerosa – Zöliakie (Magen-Darm-Trakt)
Hashimoto Thyreoditis (Schilddrüse)
Multiple Sklerose (Nervensystem)
Psoriasis (Haut)

Ob eine Autoimmunerkrankung zum Ausbruch kommt, hängt immer von der Gesamtverfassung des Einzelnen ab. Es gelten die gleichen Auslöser wie für die stillen Entzündungen sowie die Entzündung an sich. In einem ganzheitlichen Zusammenhang betrachtet, sollte sich der Betroffene auch immer die Frage stellen, welchen Teil von mir möchte ich nicht annehmen? Autoimmunerkrankungen zeigen also immer ein multikausales Geschehen, das dementsprechend auch auf verschiedenen Ebenen behandelt werden muss.

 

Infektanfälligkeit

Nicht immer ist das Immunsystem tief greifend aus dem Gleichgewicht geraten, sondern geschwächt, was sich zum Beispiel in der Infektanfälligkeit des HNO-Bereichs oder der Blase äußern kann. Besonders wichtig ist hierbei die Darmtherapie.